Grit Richter
The Space Between Us
Exhibition: June 22 – August 1, 2018
Opening: June 22, 2018

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Works

Press Release

Galerie Tanja Wagner is very pleased to show new works by Grit Richter.

 

The Space Between Us refers to the imaginary space between two or more people. This space is sometimes experienced as a distance or void, but also as a vastness and abundance. In here, we communicate–with language and non-verbally with facial expressions, gestures and perhaps emphatic or even telepathic. Everything goes haywire in this space, many things happen at the same time and with words we capture only a very small part of those inner movements.

 

Grit Richter is constantly working on a visual vocabulary that finds translations for everything we can not say. Besides the ordered paths of language, there is this pre-linguistic space in us and between us, which is governed by simultaneity, ambivalence and disorder. The artist explores this chaotic state, measures its extent, its possibilities and its beauty – and begins to translate. With a rich vocabulary of shapes, colors, and materials, she develops a pictorial language system that is primarily abstract, yet always contains figurative allusions that seem familiar to us. Through this, something develops which can perhaps best be described as an “anthropomorphic pull”: a feeling of knowing, a sympathy for what we are looking at; because it seems to be a part of us.

Her multidisciplinary approach – consisting of painting, objects, murals, neon and textile work – leads to exhibitions in which we are surrounded by this pre-linguistic, anthropomorphic system. Although each work can stand by itself, the individual parts form a whole, a force field of associations. We are invited to enter this force field. Through her translations, Grit Richter succeeds in bringing very personal moments into a generally understandable form and while decoding her visual language system, we can rely on our emotional intelligence and trust our associations. Do we feel harmony? Conflict? Do we see figures? Shapes that remind us of something? A color combination that works emotionally?

 

In Richter’s new works, powerful and vibrant colors appear more than usual. Sometimes they are applied on black, ungrounded fabric, which increases their luminosity even more and creates a cosmic spatiality. Like planets, the picture elements revolve around each other and form a constellation. Sometimes I Feel So Disconnected is the name of one of these paintings, on which two indicated arms try to caress the rest of the depicted elements. In To The Moon And Back, a connection seems to succeed and a sense of intimacy radiates out of the painting.

In some paintings, the fabric has undergone various dyeing and bleaching processes and is used as the painting background. The resulting structures have a very lively appearance and Richter forms the idea for the paintings through dialogical process with its carrier material. Here, Richter shows a joy in experimenting, as we know from good-humored children, who are guided by their impulses and invent an endless, constantly evolving game. The poetic titles take the language back to Richter’s world of images, but their function is less a description than the extension of association.

 

Grit Richter’s imagery is an invitation to connect with and explore our own inner world. It offers us an intuitive approach to art, and at best we experience how much we can rely on our emotional intelligence – when looking at art, but also in many other situations in life.

 

 

Grit Richter was born in Dresden in 1977 and lives and works in Hamburg. She studied at the College of Fine Arts in Dresden and Hamburg and graduated in 2007 in the class of Prof. Norbert Schwontkowski.

 

Her works have been exhibited in several solo and group exhibitions (selected): Galerie Kai Erdmann, Hamburg (2018); Museum Gunzenhauser, Kunstsammlungen Chemnitz; Galerie Tanja Wagner, pop up store in New York (2017); Vanha Paukku Cultural Center, Lapua, Finnland; Galerie Tanja Wagner, Berlin (2016); Galerie Ruttkowski, Cologne (2015); Galerie Tanja Wagner, Berlin; Frappant e.V., Hamburg; Galerie Kai Erdmann / Ehemaliges Haus Ungarn, Berlin; Feinkunst Krueger, Hamburg (2014); Galerie Tanja Wagner, Berlin; Galerie M + R Fricke, Berlin; Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, Hamburg; Power Galerie, Hamburg (2013); Powergalerie, Hamburg; Frappant, Hamburg (2012).

Galerie Tanja Wagner freut sich neue Arbeiten von Grit Richter zu zeigen.

 

The Space Between Us bezeichnet den imaginären Raum zwischen zwei oder mehreren Menschen. Dieser Raum ist manchmal als Distanz erfahrbar, als Leerstelle, aber oft auch als Weite und Fülle. In diesem Raum kommunizieren wir – mit Sprache und non-verbal mit Mimik, Gestik und vielleicht sogar ganz feinstofflich, emphatisch oder telepathisch. Hier geht es drunter und drüber, viele Dinge passieren gleichzeitig und nebeneinander und mit Worten erfassen wir nur einen ganz kleinen Teil unser inneren Bewegungen.

 

Grit Richter arbeitet kontinuierlich an einem bildsprachlichen Vokabular, das Übersetzungen für all das findet, was wir nicht sagen können. Denn neben den geordneten Bahnen der Sprache gibt es in uns und zwischen uns diesen weiten vorsprachlichen Raum, in dem Gleichzeitigkeit, Ambivalenz und Unordnung regieren. Diesen chaotischen Zustand erforscht die Künstlerin, durchmisst sein Ausmaß, seine Möglichkeiten und Schönheit – und fängt an zu übersetzen. Mit einem reichen Vokabular an Formen, Farben und Materialien entwickelt sie ein bildsprachliches System, das hauptsächlich abstrakt ist, dabei aber immer auch figurative Andeutungen enthält, die uns vertraut erscheinen. Dadurch entwickelt sich etwas, das man vielleicht am besten als einen „anthropomorphen Sog“ bezeichnen kann: ein Gefühl von Erkennen, eine nicht weiter zu konkretisierende Sympathie für das, was wir betrachten; denn es scheint ein Teil von uns zu sein.

Ihre multidisziplinäre Arbeitsweise – bestehend aus Malerei, Objekten, Wandbildern, Neon- und Textilarbeiten – führt zu Ausstellungen, in denen wir von diesem vorsprachlichen, anthropomorphen System umschlossen werden, denn obwohl jede Arbeit für sich stehen kann, bilden die einzelnen Teile doch ein Ganzes, ein Kraftfeld aus Verbindungen. Wir werden eingeladen, uns in dieses Kraftfeld zu begeben. Durch ihre Übersetzungen gelingt es Grit Richter, sehr persönliche Momente in eine allgemein verständliche Form zu bringen und wir dürfen uns beim Betrachten auf unsere emotionale Intelligenz verlassen und unseren Assoziationen vertrauen. Spüren wir Harmonie? Konflikt? Sehen wir Figuren? Formen, die uns an etwas erinnern? Eine Farbzusammenstellung, die emotional wirkt?

 

In Richters neuen Arbeiten treten diesmal kräftige und leuchtende Farben mehr als sonst in Erscheinung. Teilweise stehen sie auf schwarzem, ungrundierten Gewebe, wodurch ihre Leuchtkraft noch mehr gesteigert wird und eine kosmische Räumlichkeit entsteht. Wie Gestirne kreisen die Bildelemente umeinander und bilden eine Konstellation. Sometimes I Feel So Disconnected heißt eines dieser Bilder, auf dem zwei angedeutete Arme versuchen den Rest der Bildelemente sanft zu umschließen. In To The Moon And Back scheint eine Verbindung geglückt und ein Gefühl der Innigkeit strahlt aus dem Bild heraus.
Bei einigen Bildern dient ein Gewebe als Malgrund, das verschiedene Färbe- und Bleichprozesse durchlaufen hat. Die so entstandenen Strukturen haben eine sehr lebendige Erscheinung und Richter entwickelt in einem dialogischen Prozess mit dem Bildträger die eigentliche Bildidee, die maßgeblich von den durch die Bleichprozesse entstandenen Strukturen beeinflusst wird. Hier zeigt Richter eine Experimentierfreude, wie wir sie von gut gelaunten Kindern kennen, die sich von ihren Impulsen leiten lassen und ein endloses, sich stetig weiterentwickelndes Spiel erfinden. Die poetischen Bildtitel holen die Sprache wieder in die Richters Bildwelt zurück, ihre Funktion ist aber weniger Beschreibung als vielmehr die Erweiterung des Assoziationsraums.

 

Grit Richters Bildwelten sind eine Einladung, uns mit unserer eigenen Innenwelt zu verbinden und sie zu erforschen. Dabei eröffnet sie uns einen intuitiven Zugang zur Kunst und im besten Fall erkennen wir, wie sehr wir uns auf unsere emotionale Intelligenz verlassen können – beim Betrachten von Kunst, aber auch in vielen anderen Bereichen des Lebens.

 

 

Grit Richter ist 1977 in Dresden geboren und lebt und arbeitet in Hamburg. Sie hat an der Hochschule für bildende Künste in Dresden und Hamburg studiert und 2007 ihren Abschluss unter Prof. Norbert Schwontkowski absolviert.

 

Ihren Arbeiten wurden in folgenden Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt (Auswahl): Galerie Kai Erdmann, Hamburg (2018); Museum Gunzenhauser, Kunstsammlungen Chemnitz; Galerie Tanja Wagner, pop up store in New York (2017); Vanha Paukku Cultural Center, Lapua, Finnland; Galerie Tanja Wagner, Berlin (2016); Galerie Ruttkowski, Cologne (2015); Galerie Tanja Wagner, Berlin; Frappant e.V., Hamburg; Galerie Kai Erdmann / Ehemaliges Haus Ungarn, Berlin; Feinkunst Krueger, Hamburg (2014); Galerie Tanja Wagner, Berlin; Galerie M + R Fricke, Berlin; Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, Hamburg; Power Galerie, Hamburg (2013); Powergalerie, Hamburg; Frappant, Hamburg (2012).

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